Donnerstag, 22. Dezember 2011

Baby tragen?

In der Stadt sehe ich sie jetzt häufiger: Eltern, die ihre Babys und Kinder tragen. Nicht einfach nur auf dem Arm, sondern in einem Tuch oder ähnlichem Tragedings. Auf weiten Strecken. Im Sack statt im Kinderwagen.



Warum tun diese Eltern sich das an? Ist es gut fürs Kind, wenn der Rücken der Eltern schmerzt? Sind die kleinen Terroristen von heute ungnädig, wenn man sie konventionell in der Karre oder im Kinderwagen schiebt?

Können liebende Eltern von heute gar nicht anders, weil der Nachwuchs sonst plärrt?

Ich habe keine Kinder. Ich weiß auch nicht, ob ich mir das einmal antun werde. Aber wahrscheinlich muss man Vater oder Mutter sein, um tiefste Elternliebe wirklich zu verstehen.

Ich kann nicht ausschließen, dass ich später einmal mein kleines Balg im einem Sack vor mir herumtragen werde. Ich kann es mir heute aber nur schwer vorstellen.

Heute finde ich den Anblick von Eltern oft merkwürdig. Menschen, die Schlaf und Aussehen vernachlässigen. Die ihre eigenen Bedürfnisse bis zur Selbstaufgabe vernachlässigen, nur um den Bedürfnissen des kleinen Schreihalses in jeder Sekunde gerecht zu werden.

Ich möchte tiefsten Respekt vor Menschen der Gattung "Eltern" empfinden, kann sie aber auch nicht ganz ernst nehmen. Nicht, wenn ich das Gefühl habe, dass das Kind die Eltern erzieht.

Freitag, 9. Dezember 2011

Wenn Massage, dann persönlich

Wenn ich mir eine hier eine Massage in Hannover gönne, dann ist mir schon wichtig, wer an mir herumdrückt. In größeren Praxen habe ich schon mehrmals erlebt, dass nicht die Person massiert hat, mit der ich einen Termin gemacht habe. "Madeleine ist leider krank. Aber die Chantalle macht das genauso gut. Jetzt, wo Sie schon einmal da sind, da gehen Sie doch zur Chantalle oder?"

Ganz toll. Und dann patscht da plötzlich jemand mit seinen Raucherhänden an mir herum. Und weil die Praxis so groß ist, ist auf dem Gang eine Menge los. Wer da entspannen kann, der muss schon ein ziemlich dickes Fell haben.

Also, ich fahre jetzt nur noch zu einer exklusiven Wellness-Therapeutin. Da massiert die Chefin persönlich. Und niemand sonst. Da weiß ich, dass ich eine gute Leistung für mein Geld erreiche. Der Massageraum ist im Grünen gelegen, es zwitschert höchstens mal ein Vogel. Die Dame raucht nicht. Und auch sonst ist alles so, wie ich es mir wünsche.

Vielleicht gibt es noch Angebote, bei denen die Massage einen Fünfer billiger ist. Aber das ist nicht unbedingt preiswerter. Denn wenn ich bei einer Wellness-Massage nicht entspannen kann, dann ist sie gar nichts wert. Da habe ich dann nicht den Fünfer gespart, sondern hätte mir lieber das ganze Herumgedrücke sparen können!

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Wenn den Gästen die Puste ausgeht...

... Dann können sie trotzdem auf einem Luftbett schlafen. Glaubt bloß nicht, dass ich dann meine Lungenflügel missbrauche. Nein, das brauche ich nicht. Denn moderne Luftbetten haben eine eingebaute Pumpe.

Ich bin immer froh, wenn ich auf einer echten Matratze schlafen kann. Am liebsten auf einer schönen, harten Federkernmatratze. Aber ich kann gut verstehen, wenn mein Gastgeber in seiner Wohnung nicht den Platz für ein Gästezimmer mit kompletten Bett hat. Wer hat das auch schon?

Und dann ist mir so ein Luftbett sogar lieber als ein Schlafsofa oder ein Gästebett zum Klappen. Denn oft sind die Möbel schon sehr durchgesessen. Und wer will schon seinen Kopf dort betten, wo sich der Hausherr nach dem deftigen Bohneneintopf zum Fernsehen niederlässt? Ich jedenfalls nicht, so viel steht fest. Dann lieber ein hygienisches Luftbett, schön hart aufgepumpt.

Auch zu Hause hat mich meine Freundin schon ein paar Mal auf der Luftmatratze ausquartiert. Es muss nicht vom Saufen kommen, wenn man sich sein Abendessen noch einmal durch den Kopf gehen lässt. Neben einem kranken, kotzenden Zeitgenossen möchte niemand schlafen. Das respektiere ich. Und mir ist es auch lieber, bei Rausch und Krankheit auf dem Luftbett zu nächtigen. Wenn tatsächlich etwas daneben gehen sollte, dann sickert es wenigstens nicht in meine schöne Federkernmatratze!