Montag, 25. April 2011

Rennradfahrer haben auf der Straße nichts zu suchen!

Das Wetter ist gut und sie sind wieder unterwegs: Rennradfahrer!

Auch viele andere Sportler sind bei gutem Wetter an der frischen Luft unterwegs und gehen der Leibesertüchtigung nach. Aber die anderen Sportler sind dabei viel rücksichtsvoller im Umgang mit ihren Mitmenschen.

Sie machen da Sport, wo sie niemanden stören.

Jungs auf Rennrädern verhalten sich ganz anders als Jogger, Reiter oder Waveboarder. Sie genießen es, wenn von hinten Autofahrer auf ihren zappelnden Hintern starren müssen. Sie geilen sich daran auf, anderen ihre Geschwindigkeit aufzudrängen.

Sie machen Sport und behindern dabei die echten Verkehrsteilnehmer. Menschen, die etwas zu erledigen haben, werden von denen ausgebremst, die zu ihrem Spaß, zu ihrem Vergnügen unterwegs sind.

Das ist nicht nur lästig, das widerspricht auch der Straßenverkerhrsordnung.

Welches Rennrad hat denn schon vernünftiges Licht und gut sichtbare Reflektoren? Es sind allesamt Sportgeräte, die nichts auf der Straße verloren haben.

Selbst für gute Radwege sind sich die Herren der zwei Reifen zu schade. Ihr Rad sei dafür nicht gebaut. Ja, als wenn die Radwege erst nach dem Kauf des teuren Sprotgerätes schlecht geworden seien. Mit einem Trekkingrad kann man sich genau so gut verausgaben, auch wenn man dabei auf Radwegen unterwegs ist.

Diesen Fakt wollen die Rennradler aber nicht wahrhaben. Wenn man sich die meisten von ihnen genauer anschaut, dann weiß man auch, warum. Sie sind mit dem Rennrad nicht auf Bestzeiten aus. Sie wollen ihre 95 Kilo bei 1,72 m Körpergröße nur überhaupt irgendwie von der Stelle bewegt bekommen. Sie geben fast jeden Preis aus, auf ihre übergewichtigen Körper mit Hightech von der Stelle zu bewegen.

Allerdings sollten sich die Typen mal an den Kopf fassen und Fieber messen. Sie fahren Rennrad, weil es dann leichter ist, Fahrrad zu fahren. Ja, was denn nun? Wollen Sie Sport machen und ihren Körper trainieren? Oder wollen Sie mit dem geringsten Widerstand durch die Landschaft gondeln?

Die meisten der Radsportler sind auf ihrem Rennrad nicht schneller als ein mittelmäßiger Fahrradfahrer auf einem Straßen- und vor allem Fahrradweg tauglichen Bike. Nur, dass das auf Geschwindigkeit ausgelegte Rennrad über keinerlei Federung und über äußerst schmale Reifen verfügt. Jeder Huckel tut weh.

Aber es gibt Hoffnung: Nach dem zweiten Kältewinter in Folge sind noch immer viele Schlaglöcher nicht ausgebessert. Ergo sind selbst viele Straßen noch nicht wieder akzeptabel komfortabel für Rennräder befahrbar. Vielleicht verlieren die nervigen Verkehrshindernisse die Lust und lassen ihre Rennräder im Keller verstauben.

Ich bedanke mich bei den klammen kommunalen Haushaltskassen. Vielleicht ist es das einzige wirksame Mittel, der Rennradpest auf den Straßen Herr zu werden. Auch wenn es für Autofahrer nur der Wechsel von Pest zu Cholera ist. Und Mancherorts Pest und Cholera: Rennradfahrer, die trotz Schlaglöcher auf der Straße fahren - ständig in der Mitte.

Ich stimme vollkommen zu: Rennradfahrer haben auf der Straße nichts verloren!

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